Die Entwicklung der Geschwister Friedrich
Im Jahre 1983 wurden Andreas Friedrich von Andreas Grasser die ersten Griffe auf der
Steirischen Harmonika gezeigt. Durch Christian Taucher erfolgte dann ein regelmäßiger
Unterricht nach dem Gehör.
Im Jahre 1985 lernten Andreas Friedrich und sein Vater Herbert im Rahmen einer
Veranstaltung in Hartberg Andreas Heiling kennen, der nur wenige Monate später
Alexandra das Hackbrettspielen lernte. Seine Empfehlung war es, das „Max Rosenzopf-
Seminar“ für Steirisches Hackbrett und Steirische Harmonika zu besuchen.
Andreas, der schon drei Jahre nach dem Gehör musizierte begann somit 1986 mit der großen
Hilfe des 16-jährigen Heinz Steinbauers (Cousin von Andreas Heiling) das Instrument
„Steirische Harmonika“ neu zu erlernen. In mühevollen Stunden vermittelte Heinz Steinbauer
die Griffschrift und legte auf ein exaktes Musizieren größten Wert.
Im Dezember 1986 musizierten Alexandra und Andreas Friedrich erstmals gemeinsam.
Unter dem Namen „Geschwister Friedrich“ wurden von Zeit zu Zeit Musikantentreffen
besucht – vor allem auch Veranstaltungen im angrenzenden Burgenland beim Initiator
burgenländischer Mundart Franz Bischof. Seit dieser Zeit begleitet Andreas Heiling die
Gruppe mit seiner Gitarre.
1989 erfolgte im Beisein von Heinz Steinbauer dann die erste Tonträgeraufnahme im
Großraumstudio von Tyrolis. Eine erste Langspielplatte und Musikkassette wurde unter dem
Titel „So klingt´s bei uns dahoam“ angeboten. Direktor Johann Haberl ermöglichte den
Geschwistern Friedrich die Präsentation in der damals neuen Heiltherme Bad Waltersdorf!
Ein großes Ereignis für die Geschwister Friedrich.
Durch diese Aufnahme war es auch möglich im Rundfunk gespielt zu werden. Prof. Franz
Steiner lud die Geschwister zu seiner Sendung ein stellte sie einem großen Publikum vor. Es
war die erste spannende Rundfunksendung.
Die Geschwister Friedrich entwickelten sich mit Andreas Heiling weiter und begleiten bei
Fahrten in das Ausland den ortsansässigen Sing- und Tanzkreis Bad Waltersdorf bzw. auch
die Sing- und Spielgruppe Hartberg. Mit RR Sepp Strauß und den Mitgliedern der Singund
Spielgruppe Hartberg wurden Schweden, Frankreich, Spanien, Polen, Slowakei und
Ungarn bereist.
1992 begann Cousin Günther Pöllabauer den Kontrabaß zu erlernen und war somit das vierte
Mitglied der Gruppe. Nach intensiven Proben wurde im Dezember 1994 die CD „s´Land,
d´Leut, nd Musi“ im heutigen Kulturhaus musikalisch vorgestellt.
Nur wenige Monate später erfolgten die ersten Fernsehaufzeichnungen für „Klingendes
Österreich“ mit Sepp Forcher.
Danach konnten die Geschwister Friedrich einige Rundfunk- und Fernsehaufzeichnungen
mitgestalten. Ihren Wurzeln zur echten Volksmusik blieben sie treu. Andreas Heiling
beschäftigte sich dennoch die Grenzen dieser Musikrichtung auszuloten und schuf gemeinsam
mit Alexandra Toberer-Friedrich den „Ländlicher Friede“. Mit dem Werk „Weit!“ betrat er
ein Stück musikalisches Neuland.
Dieses musikalische Neuland wurde sogar als Filmmusik im Alfred-Ninaus-Film
„Geschichten aus dem Joglland“ verwendet. Filmemacher Alfred Ninaus hatte schon zuvor
im Film „Heiße Quellen, kalte Vulkane“ teilweise Friedrich´sche Musik integriert.
Mit der großartigen Bereicherung im Jahre 2004 von Ramona Christina Oswald auf der
Gitarre und Heinz Steinbauer mit Klarinette und Steirische Harmonika, wuchs das Ensemble
zu einer sechsköpfigen Musikgruppe, die durch eine Programmvielfalt besticht.
Anfang 2006 nach 20 Jahren des gemeinsamen Musizierens beschloss das Ensemble eine
neue CD zu veröffentlichen und diese Aufnahmen unter dem Titel „Sunn- & Schottnseit´n“ zu
stellen. Der Text dieses Liedes stammt vom bekannten Mundartdichter Franz Höller und
wurde vertont - der Refrain von Alexandra Toberer-Friedrich ergänzt.
Mit diesem und anderen Titeln hat die Gruppe „Geschwister Friedrich“ seine eigene
volksmusikalische Stilrichtung eingeschlagen!
Anmerkung: Der „musikalische“ Gen stammt von Großvater Alois Friedrich,
der am 22. April 1915 geboren wurde und im Jahre 2002 verstarb
Er chauffierte uns in den jungen Jahren wöchentlich zum Unterricht.
Die Eltern Herbert und Helga Friedrich ermöglichten uns den Musikunterricht
und förderten uns in diese Richtung! Besonderes Herbert
Friedrich gilt als sehr musikalisch!
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